| Bobath für Erwachsene |
Definition des Bobath-Konzeptes
Die Bobath-Therapie beinhaltet eine Befundaufnahme und
Behandlung von Personen mit Störungen in der Muskelspannung (Tonus), der
Bewegung und der Funktionenwelche durch eine Läsion des zentralen Nervensystems
(ZNS) bedingt sind.
Die Prinzipien sind:
Das Ziel der Behandlung ist die Optimierung aller
Alltagsfunktionen über die Verbesserung der Haltungskontrolle und selektiver
Bewegung durch Fazilitation (=Vermittlung von spezifischen, orientierenden
sensorischen Informationen durch taktile Reize). Dieser Input, sowie wiederholt
benutzte Bewegungsstrategien und die Faktoren der inneren und äußeren Umwelt
haben einen starken Einfluss auf das Nervensystem.
Der Ansatz in der Rehabilitation Erwachsener mit einer
Schädigung des Zentralnervensystems (ZNS) hat seinen Ursprung in der Arbeit von
Bertha und Karel Bobath und hat sich in über mehr als 50 Jahren entwickelt.
Seit 1984 besteht die weltweit strukturierte International Bobath Instructors
Training Association = IBITA. Dieser Zusammenschluss von ausgewählten
Physiotherapeuten ermöglicht es eine hochwertig, qualifizierte Ausbildung zum
Bobath-Therapeuten zu erlangen.
Eine „normale“ Bewegung ist:
Eine „normale“ Bewegung ist individuell und hat ein großes
Spektrum der Varianten von Bewegungsmustern. Sie ist immer alltagsbezogen,
funktionell und zielorientiert – also problemlösend.
Der Vorteil dieser Therapiemethode ist, dass man sie
einerseits bei Menschen mit einer Störung des ZNS und andererseits bei
orthopädischen Patienten anwenden kann. Liegt beispielsweise eine Instabilität
der Schulter vor, kann man durch gezielte Fazilitation und Unterstützung die
speziell benötigte Muskulatur aufbauen und Nerven anregen.
International
Bobath Instructors Training Association (IBITA): |
