Mittelgesichtsfrakturen

Bilder: sportschau.de

...darunter versteht man in den meisten Fällen die Jochbeinfraktur (Os zygomaticum). Es können aber auch alle angrenzenden Knochen betroffen sein.

- Prozessus zygomaticus des Os temporale oder des Os frontale (knöcherner Fortsatz vom Schläfen- oder Stirnbein zum Jochbein)

- Orbita (Augenhöhle)

- Teile des Kiefers (s. weiterer Fachbeitrag)

 

Ursachen

Typische Ursachen von solchen Verletzungen sind Gewalteinwirkungen auf den äußeren Schädelbereich wie sie beim Sport, bei Schlägerein oder bei Unfällen vorkommen.

 

Einteilungen

Jochbeinfrakturen werden wie folgt eingeteilt:

Typ 1: isolierte Fraktur des Jochbogens

Typ 2: nicht dislozierte Fraktur des Jochbeins

Typ 3: dislozierte Fraktur des Jochbeins ohne Stufenbildung am Orbitarand

Typ 4: dislozierte Fraktur des Jochbeins mit Stufenbildung am Orbitarand

Tpy 5: Trümmerfrakturen

Typ 6: Frakturen Typ 2-5 mit Einbruch des Orbitabodens

Bei Typ 4 und 4 wird zusätzlich noch untersucht ob es zu einer Verschiebung der beteiligten Knochen gekommen ist.

 

Symptome

Die Gesichtshälfte schwillt in der Regel sofort an, auch im Auge kommt es meist zu Einblutungen. Bei Beteiligung des Orbitabodens ist es möglich, dass das Auge absinkt und der Patient Doppelbilder sieht.

Bei Verletzungen des N. trigeminus kann die verletzte Gesichtshälfte taub sein, bei Verletzungen des N. facialis hängt ein Mundwinkel und das gleichseitige Auge kann nicht mehr geschlossen werden. Diese Symptome müssen nicht von Dauer sein.

Ist die Fraktur verschoben ist die Symmetrie des Gesichtes gestört.

 

Diagnose

Zur Sicherung der Diagnose und zur Festlegung der Therapie wird ein Röntgenbild angefertigt.

 

Behandlung

Meist ist eine Operation notwendig. Ähnlich wie bei der Kieferfraktur (s. anderer Fachbeitrag) kommen kleine Platten und Schrauben zum Einsatz die nach der Repostition verschobener Frakturteile die Knochen fixieren.

Der OP-Zugang erfolgt meist seitlich unter dem Auge, ja nach Lage des Bruches auch bis zum Ohr. Nur in seltenen Fällen wird der Weg durch die Mundhöhle gewählt.

Ist der Orbitaboden betroffen ist es besonders wichtig diesen so genau wie möglich zu rekonstruieren, da der Patient sonst Probleme mit der Sehfähigkeit (Doppelbilder) zurückbehalten könnten.

Bei nicht oder nur leicht dislozierten (verschobenen) Brüchen wird auch eine konservative Behandlung in Betracht gezogen. Hier wird der Verlauf der Heilung kontrolliert, je nach Schwellungszustand ist Lymphdrainage angezeigt. Der Patient sollte vorerst auch nur weiche Nahrung zu sich nehmen um die Fraktur nicht über den hohen Kaudruck zu belasten.

 

Risiken

Zu den normalen Narkoserisiken kommen hier die Verletzungen von Nerven oder Gefäßen im Gesichtsbereich oder die anatomisch ungenaue Rekonstruktion. Letzteres könnte dann zu einer abgeflachten Gesichtshälfte führen.

Auch kann die Belüftung der Nasennebenhöhlen gestört bleiben.

Die Entwicklung von Begleiterscheinungen (Doppelbildern, Sensibilitätsstörungen, Ausfall von Muskulatur) muss auf jeden Fall beobachtet werden. Sollte gerade im Bereich des N. facialis keine Besserung eintreten (Facialisparese) sollte über Physiotherapie nachgedacht werden.

 

 

 

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